Auflösen – Das Fernweh nach dem Verschwinden
Wenn der Wunsch entsteht, einfach still zu werden.
Manchmal kommt er ganz leise.
Ein Gedanke, der sich durch den Lärm des Alltags schiebt:
„Ich möchte einfach nur verschwinden.“
Nicht aus Schwäche.
Sondern aus Sehnsucht.
Nach Ruhe.
Nach Abstand.
Nach einem Ort, an dem niemand etwas von dir will.

Das Fernweh nach der einsamen Insel
Es ist dieses innere Fernweh.
Nicht nach Reisen – sondern nach Rückzug.
Weg von Terminen.
Weg von Erwartungen.
Weg von dem ständigen Gefühl, funktionieren zu müssen.
Der Wunsch, sich aufzulösen.
Nicht, um zu gehen –
sondern um endlich wieder bei sich selbst anzukommen.
Der Autopilot des Funktionierens
Wir alle kennen ihn.
Diesen Zustand, in dem man einfach nur noch läuft.
Erledigt. Organisiert. Reagiert.
Man versucht, es allen recht zu machen.
Weil alles wichtiger erscheint als man selbst.
Und das, was uns wirklich nährt –
die leisen Dinge, die wir lieben –
wird verschoben.
Immer wieder.
Bis man irgendwann merkt:
Man ist da. Aber nicht mehr bei sich.
Wenn wir uns selbst verlieren
Es passiert nicht plötzlich.
Es ist ein langsames Entfernen.
Schicht für Schicht.
Man wird stiller.
Innerlich leerer.
Und gleichzeitig müder vom Funktionieren.
Und genau hier beginnt das,
was viele nicht verstehen:
Der Wunsch, einfach abzutauchen.
Die Notwendigkeit des Abtauchens
Dieses Bild zeigt genau diesen Moment.
Die Konturen lösen sich auf.
Der Blick wird ruhiger.
Das Außen tritt zurück.
Es ist kein Zusammenbruch.
Es ist ein Rückzug.
Ein stiller Schritt nach innen.
Manchmal müssen wir loslassen,
was wir im Außen geworden sind,
um wieder zu spüren,
wer wir darunter eigentlich sind.
Fazit – Abtauchen ist kein Scheitern
Abtauchen ist kein Aufgeben.
Es ist ein Innehalten.
Ein Loslassen.
Ein leiser Neuanfang.
Manchmal müssen wir verschwinden,
um wieder sichtbar zu werden.
Teil einer Serie
„Auflösen“ ist Teil 6 meiner Serie - Zum Bild im Shop
„Was wir fühlen, aber nicht sagen“ (Silent Girls).
👉 Teil 7 folgt: Distanz

1 Kommentar
Liebe Cornelia!
Du sprichst mir aus der Seele!
Großartig berührend – deine Zeilen und Werke!
Liebe Grüße, Brigitta